Bergische Geschichte

 

Datum

am / vom   bis

 

3000 v. Chr.                  Erste Zeugnis mensclicher Besiedlung

 

775                               Das spätere Bergische Land gehört zum Frankenreich

 

777                               Das Missionssprengel des Wupper – Vierecks wird dem Bistum Cöln zugewiesen

 

847                               Älteste urkundliche Erwähnung im Bergischen Land ist die Kirche in Sonnborn

 

um 925                         Auf Befehl König Heinrich I. werden im Bergischen Land Schutzwälle gegen die Ungarngefahr angelegt

 

1045           1106           Adolf I. von Berg

 

1079                             Erste Erwähnung des Grafengeschlechts „de Berg“

 

1080                             Adolfus de Monte (Adolf von Berg) läßt unter Nichtbeachtung des erzbischöflichen Münzregals eigene Münzen schlagen

 

um 1090                       Entstehung eines bergischen Eisengewerbes

 

1118                             Beginn des Baus der Burg an der Wupper

 

1133                             Die Burg „von Berge“ am linken Dhünnufer diente als Stiftung durch Adolf II. für das Zisterzienserkloster Altenberg

 

1160           1189           Engelbert I.

 

1160                             Adolf II. tritt in das Kloster Altenberg ein

 

1165           1189           Regierungszeit Engelbert I., Sohn Adolf II.

 

1174                             Everhardt, Sohn Adolf II., gestorben

 

1189                             Edelherr Friedrich von Hückeswagen erhält den Hof Steinhausen, der nunmehr auch die Lenneper Güter, Panzer, Hasenberg und Nagelsberg umfaßt,

                                    von den Grafen von Berg als Lehen

 

08.11.1185                    Geburt Engelbert II. auf Schloß Burg

 

1210           1216           Engelbert II. Probst von St. Severin zu Köln

 

07.08.1218                    Adolf III. – ältester Sohn Engelbert I. – stirbt auf einem Kreuzzug in Damiette, Ägypten

 

01.09.1218                    Engelbert II. tritt die Erbfolge als Graf von Berg an

 

1220                             Engelbert II. übernimmt die Regierung im Graftum Berg

 

1222                             Gründung Wipperfürths

 

08.11.1225                    Herzog Heinrich von Limburg, Schwiegersohn Adolf III., übernimmt die Regierung der Grafschaft Berg

 

1259           1296           Graf Adolf V. von Berg

 

1288                             Schlacht bei Worringen unter Adolf V., Gefangennahme Siegfrieds von Westerburg – Erzbischof von Köln und Inhaftierung auf Schloß Burg

                                   

1327                             Gründung Radevormwalds

 

1346                             Heirat der Nichte Adolf VI. Margarethe mit dem Grafen Gerhard von Jülich

 

03.04.1348                    Mit dem Tod des kinderlosen Grafen Adolf VI. stirbt der begische Stamm aus dem Hause Limburg aus

                                   

1356                             Jülich wird durch Kaiser Karl IV. zum Herzogtum erhoben

 

1360                             Graf Gerhard von Jülich fällt in einem Gefecht gegen den Grafen Arnold

 

1363                             Die Villen und Pfarreien Remscheid, Lüttringhausen, Wermelskirchen, Dhünn, Dabringhausen und Buyten-Lennep (Fünfzehnhöfe) gehören zum Amt

                                    Bornefeld

 

1374                             Gründung Solingens

 

1380                             Die Grafschaft Berg wird zum Herzogtum erhoben und erhält die Würde eines Fahnenlehens

 

08.12.1407                    Das Kirchenspiel Lüttringhausen wird vom Amt Bornefeld abgetreten, an Eberhard von Limburg verpfändet und von diesem mit dem Amt Beyenburg

                                    verbunden

 

1423                             Staatrechtliche Vereinigung von Jülich und Berg zum Herrschaftsgebiet Jülich – Berg, das einheitlich auf Reichstagen und in den Reichskreisen

                                    vertreten war

 

1427           1505           Die Pfandschaft über das Amt Beyenburg mit dem Kirchenspiel Lüttringhausen ist in den Händen der Ritterfamilie Quade

                                   

1478                             Vereinbarung zur engeren Zusammenarbeit zwischen Jülich – Berg und Cleve - Mark

 

25.11.1496                    Vereinigung der Länder Jülich – Berg und Cleve – Mark durch Erbvertrag (Verlobung des Johann von Cleve – Mark mit der Maria von Jülich – Berg)

                                   

1505           1593           Amt Beyenburg mit dem Kirchenspiel Lüttringhausen fällt an den Grafen Phillip II. von Waldeck

 

1511                             Eheschließung zwischen Johann II. von Cleve – Mark und Maria von Jülich - Berg

 

1597           1607           Amt Beyenburg mit Kirchenspiel Lüttringhausen fällt an Simon VI. zur Lippe

 

1614                             Beilegung des jülich – clevischen Erbfolgestreites durch den Vertrag von Xanten; Jülich – Berg fällt an die katholischen Grafen von Pfalz – Neuburg,

                                    Cleve, Mark und Ravensberg fallen an Kurbrandenburg

                                               

1716           1742           Regierung Bergs durch Kurfürst Karl – Philipp von Pfalz – Neuburg

 

1717                             Residenz von Berg wechselt von Düsseldorf nach Mannheim

 

1742           1799           Herzog Carl Theodor von Pfalz – Sulzbach Landherr von Jülich – Berg

 

31.12.1742                    Karl Philipp von Pfalz – Neuburg verstorben; neuburgische Linie des pfälzischen Hauses stirbt damit aus, Kurfürst Carl Theodor von Pfalz – Sulzbach

                                    übernimmt die Regentschaft über das Herzogtum Berg

                                   

1766                             Beginn des Kunststrassenbaus im Herzogtum Berg

 

30.12.1777                    Kurfürst Maximillian II. Joseph von Bayern verstorben, Erlöschung der bayrischen Linie des Hauses Wittelsbach; die pfälzische Linie des Hauses

                                    Wittelsbach tritt an ihrer Stelle; Residenz von Berg wechselt nach München, Kurfürst Carl Theodor von Pfalz – Sulzbach tritt die Erbfolge der

                                    Wittelsbacher in Bayern an

 

16.02.1799                    Kurfürst Carl Theodor von Pfalz – Sulzbach verstorben; Sulzbacher Linie des Hauses Pfalz damit erloschen; die Linie Zweibrücken / Birkenfeld tritt an

                                    ihre Stelle, Kurfürst Maximillian IV. Joseph von Pfalz – Zweibrücken / Birkenfeld tritt die Regentschaft über das Herzogtum Berg an

                                   

30.11.1803                    Maximillian IV. tritt das Herzogtum Berg als Apanage an seinen Vetter und Schwager Herzog Wilhelm von Bayern ab

                                   

1804                             Mit Herzog Wilhelm von Pfalz – Birkenfeld kehrt die Residenz von Berg wieder nach Düsseldorf zurück

                                   

01.01.1806                    Kurfürst Maximillian IV. Joseph wird zum König von Bayern erhoben

 

15.03.1806                    Herzogtum Berg geht in den Besitz Napoleons über; Napoleon ernennt Reitergeneral Joachim Murat zum Herzog von Berg

                                   

26.03.1806                    Ablegung des Huldigungseides der bergischen Landstände an den nun in Düsseldorf residierenden Murat

                                   

24.04.1806                    Dekret Murats zur Einführung einer Zentralverwaltung und der obersten Behörden; Zusammenschluß der beiden Landesteile Cleve und Berg zum

                                    GHT Berg

 

30.04.1806                    Neuer Zolltarif für das GHT Berg die Ein- und Ausfuhren von und nach Frankreich betreffend, mit schwerwiegenden Nachteilen für die bergische

                                    Wirtschaft

 

03.06.1806                    Der letzte Erbdirektor der altbergischen Ritterschaft, Karl Joseph von Nesselrode – Reichenstein, wird Innenminister von Cleve – Berg

                                   

28.06.1806                    Bergisches Postgesetz durch Napoleon

 

03.08.1806                    Durch Verwaltungsordnung Einteilung des Großherzogtums Berg in insgesamt 8 Arrondissements

 

04.11.1806                    Murat gibt die Erweiterung seines Herrschaftsgebiets bekannt

 

13.10.1807                    Dekret Murats zur Einführung der Munzipalverwaltung im GHT Berg

 

01.01.1808                    Anhebung des bergischen Truppenkontingentes von 5 000 auf 7 000 Mann

 

21.01.1808                    Durch Senatsbeschluß wird das GHT Berg um weitere Gebiete erweitert

 

02.05.1808                    Napoleon bietet Murat in einem Brief das Königreich Neapel im Tausch gegen das GHT Berg an

 

15.06.1808                    Murat wird König von Neapel (28.05.1808), Berg wird durch Napoleon selbst übernommen; aus den Großherzöglichen Postanstalten werden Kaiserlich

                                    Französische Postämter

 

15.07.1808                    Staatsvertrag über die Abtretung des GHT Berg an Napoleon

 

31.07.1808                    Regierungsübernahme im GHT Berg durch Napoleon, die Amtsgeschäfte werden durch den kaiserlichen Kommissar Graf Beugnot wahrgenommen

                                   

14.11.1808                    Einführung einer neuen Territorialordnung im GHT Berg in insgesamt 4 Departements, 12 Arrondissements, 78 Kantone mit 98 Städten und

                                    1706 Gemeinden

 

18.12.1808                    Erlaß einer Provinzial- und Gemeindeverwaltungsordnung für das GHT Berg

 

03.03.1809                    Napoleon ernennt seinen dreijährigen Neffen Louis Napoleon zum Großherzog von Berg, behält sich die Regierung aber bis zu seiner Großjährigkeit vor

                                   

01.01.1810                    Inkrafttreten des Code Napoleon im GHT Berg

 

1810                             Etablierung eines Staatssekretariates für das GHT Berg

 

02.09.1811  07.09.1811  Erster und einziger Besuch Napoleons im GHT Berg

 

22.01.1813  23.01.1813  Aufstände im Kerngebiet des Herzogtums Berg gegen die Französische Besatzung, Napoleon zieht Truppen zusammen und läßt den Aufstand

                                    niederschlagen

 

04.11.1813                    Graf Beugnot verläßt Düsseldorf

 

10.11.1813                    Preußische Proklamation an die Bewohner von Berg und Mark, dass Mairies wieder als Bürgermeister, Unterpräfekten als Landräte und Präfekten

                                    als Landesdirektoren zu bezeichnen sind

 

23.11.1813  18.06.1815  Etablierung der allierten Zentralverwaltung durch Freiherrn von und zum Stein über das Generalgouvernement Berg; Justus Gruner wird zum General-

                                    gouverneur ernannt, Einteilung des ehemaligen Herzogtum Berg in die 4 Kreise Elberfeld, Mülheim, Wipperfürth und Düsseldorf durch eine neue

                                    Verwaltungsordnung

 

27.01.1814                    Erlaß der Verwaltungsordnung für das Generalgouvernement Berg

 

10.02.1814                    Generalgouvernement entscheidet, dass die Befreiung vom Militärdienst nicht auf Postexpeditionen anzuwenden ist (wie auf Postämter)

                                   

15.04.1815                    Eingliederung des Generalgouvernements Berg in den preußischen Staatenverband

 

09.06.1815                    Herzogtum Berg fällt durch die Wiener Schlußakte ofiziell an Preußen

 

10.08.1815                    Bekanntgabe der neuen Organisation der Rheinlande; Provinz „Cleve – Berg“ mit den Regierungen in Düsseldorf und Cleve sowie der Provinz

                                    „Großherzogtum Niederrhein“ mit den Regierungen in Köln und Koblenz

                                   

15.04.1816                    Preußen erhält als Entschädigung die ehemaligen Herzogtümer Berg und Jülich sowie die Gebiete der Erzbischöfe von Köln und Trier